Das Kunstschaufenster von Fischmüllers Kabinett im November

Das Kunstschaufenster wurde von Mitglied 76-55/VII der Anonymous Artists e.V. gestaltet.

Im Vorgespräch teilte es mir mit, dass sich diese Form der Präsentation im Lebenslauf bestimmt recht gut machen würde.

Aus persönlicher Sicht zeigt es sich erstaunt, dass die Nachkommenden genau die beengenden Zustände anstrebten, welche es seinerzeit fast in den Selbstmord getrieben hätten. Heutzutage, meint es, werden sie, die angestrebten Zustände, auf intellektuell preisträchtige Fundamente gesetzt, Inhalte umlackiert, in gendergerechte, gewaltfreie Sprache transkribiert und in moralisch gestählter Mission ohne jegliche Scham wie phallische Denkmäler auf die heiligen Felder der freien Gedanken betoniert.

Es findet, dies sei das Ende aller Sinnlichkeit, Erotik, Schönheit und Poesie.

Mitglied 76-55/VII, so scheint es, langweilt sich ein wenig in der Realität der Anderen.

Zum Werk: Es wiegt 49 g (ohne Papier, Sperrholz, Edelstahl, Kartonage, Kleber, Farbe) und besteht aus Papier, Sperrholz, Edelstahl, Kartonage, Glas, Klebeband (Tesa), Klebstoff (Pattex und Uhu), schwarzer Acrylfarbe und Tafellack und ist – je nach Standpukt – sehr groß.

Die Arbeit trägt den Titel:
Wasserleitungen gefüllt mit Urin

Untertitel:
Du bist nicht allein

 

 

       

Miniaturkunst

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