Das Kunstschaufenster im Juli

Eufrosinia Globocnik

       

 

 

 

 

 

 


Manifest der Entbehrlichkeit

Antwort 1:

Der anwesend seiende Künstler als fiktive Möglichkeit

Antwort 2:

Abwesenheit als notwendige Maßnahme

Antwort 3:

Einbildung als Realität ist auch nur eine Entscheidung

Ergänzung:

Die zweifelhafte Wahrscheinlichkeit einer tatsächlich vorhandenen Wirklichkeit als gut gemeinte, jedoch im Ergebnis katastrophale Existenzform (…)

 

Einige Worte zur Automatenkunst der Eufrosinia Globocnik:

Eufrosinia Globocnik erkundet seit vielen Jahren das Phänomen „Leere“.

Nach ausdauernd intensiven und zeitlich ausufernden Forschungsarbeiten zum Thema, entschied sie sich ihr Bildmaterial dem Raum zu entnehmen, welcher sowohl eine gewisse Modernität versprüht als auch ihren inhaltlichen Ansprüchen Genüge leistet: Ihrem vier Jahre alten Mac Book Pro und den vielen bunten Bildern, die auf dem Bildschirm zu finden und zu bestaunen sind.

Besonders angetan hat es ihr in diesem Zusammenhang die Internetplattform Ebay.

In der Rubrik Sitz- und Ruhemöbel wurde sie mehr als fündig und aus der nicht einfachen Aufgabe aus dem breiten Angebot der dargebotenen Objekte diejenigen Motive herauszufiltern, die ihren ästhetischen Anforderungen gerecht werden, gelang ihr am Ende eine durch und durch sehenswerte – um nicht zu sagen hervorragende – künstlerische Werkgruppe, welche überzeugt durch die konsequente Auseinandersetzung mit dem Gegenstand.

Ihre Konzeption beruht auf Suggestivkraft und Pathos, welcher durch Materialauswahl, Bildkomposition und optimierter Farbsättigung elegant in den Fokus gesetzt wird. Dieser raffiniert konstruierte Contrapunkt verleiht ihren Arbeiten Tiefgründigkeit und Komplexität.